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Xenja Junge
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Forschungspreis 2004
Zu seinem 20-jährigen Jubiläum hat das Ökobüro Hintermann & Weber AG 2003 einen Preis für praktische Naturschutz-Forschung ins Leben gerufen. 2004 geht der mit 5000 Franken dotierte Preis an Xenia Junge vom Institut für Umweltwissenschaften der Uni Zürich und von der Philipps-Universität Marburg.

Die Biologin hat in ihrer Diplomarbeit die Wahrnehmung und Wertschätzung pflanzlicher Biodiversität durch die Bevölkerung untersucht. Sie hat festgestellt, dass Menschen artenreichere von artenärmerer Vegetation grundsätzlich unterscheiden können und dass hoher Artenreichtum auch von Laien positiv bewertet wird. Sie hat aber auch aufgezeigt, dass in der Bevölkerung beträchtliche Wahrnehmungsschwächen hinsichtlich Artenvielfalt bestehen. Die Untersuchung zeichnet sich durch eine präzise Fragestellung, ein sauberes experimentelles Design und eine intelligente Befragung von Testpersonen aus.

Die Arbeit ist ein wertvoller Beitrag zur politischen Argumentation im Naturschutz. Bisher war kaum bekannt, inwiefern Menschen in der Lage sind, artenreiche Lebensräume zu erkennen. Es konnte auch noch nicht sauber belegt werden, was viele schon geahnt hatten: dass biologische Vielfalt ästhetisch höher gewertet wird. Die prämierte Arbeit ist relevant für den Naturschutz, denn sie liefert gesicherte Erkenntnisse..

Zusammenfassung der Arbeit