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Forschungspreis 2007

2007 geht der mit 5000 Franken dotierte Preis an Cosima Tegetmeyer von der Uni Greifswald. Unter siebzehn eingereichten Arbeiten hat sich die Jury für ihre Diplomarbeit über die Lebensraumansprüche des weltweit bedrohten Seggenrohrsängers entschieden. Der Preis wird nun schon zum dritten Mal an eine Wissenschaftlerin und zum dritten Mal nach Deutschland verliehen.

Der diesjährige Forschungspreis geht an Cosima Tegetmeyer vom Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald. Sie hat im Rahmen ihrer Diplomarbeit den weltweit gefährdeten Seggenrohrsänger im «Rozwarowo-Moor» an der deutschpolnischen Grenze erforscht. Namentlich hat sie die Einflussfaktoren untersucht, welche zu geeigneten Bedingungen von Vegetation und Wasserstand führen und dem seltenen Vogel die Brut ermöglichen. Die Produktion von Schilf («Rohrwerbung») für die Dachdeckerei ist im Untersuchungsgebiet von wirtschaftlicher Bedeutung. Im Zentrum der Arbeit steht deshalb die Frage, ob die Rohrwerbung mit den Ansprüchen des Seggenrohrsängers vereinbar ist.

Die Preisträgerin kommt zum Schluss, dass die Schilfproduktion sogar etwas zum Schutz des Rohrsängers beitragen kann, sofern auf den von ihm besiedelten Flächen auf einen zu hohen Wassereinstau verzichtet wird. Die Landschaftsökologin definiert die Minimalanforderungen und zeigt Möglichkeiten auf, wie der Lebensraum des Seggenrohrsängers verbessert werden kann und gleichsam Produktionseinbussen der Rohrwerber vermieden werden. Die Erkenntnisse und Lösungsvorschläge der Preisträgerin fliessen derzeit in ein seit 2005 laufendes EU-LIFE Projekt ein, das zum Ziel hat, die Population des Seggenrohrsängers zu stärken und 1500 ha neue Bruthabitate zu schaffen. Für die geplante Fortsetzung der Forschungsarbeit von Cosima Tegetmeyer im afrikanischen Winterquartier des Rohrsängers kommt das Preisgeld wie gerufen.

Zusammenfassung der Arbeit