Bellende Hunde und böse Kühe

 

Was tun, wenn sich eine Untersuchungsfläche auf einer Rindviehweide befindet oder ein bellender Herdenschutzhund den Weg verstellt? Soll ich einfach weiter gehen und die Tiere ignorieren? Oder mit dem Hund schimpfen? Unverrichteter Dinge umkehren? Diese Fragen sind bei der Feldarbeit relevant für unsere Sicherheit. Der H&W-Weiterbildungstag im August war darum dem Thema gewidmet: «Mutterkuhherden und Herdenschutzhunden sicher begegnen». Cornelia Stelzer (Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft) leitete gemeinsam mit Ueli und Moritz Pfister (Verein Herdenschutzhunde Schweiz) den ausserordentlich spannenden und lehrreichen Weiterbildungstag auf dem Weissenstein. Nach der Theorie am Vormittag übten wir am Nachmittag die direkte Begegnung mit den Tieren. Da Hunde tatsächlich Emotionen riechen können und Kühe empfindlich auf rasche Bewegungen reagieren, ist es zunächst wichtig, sich selber zu beruhigen. Falsch hingegen wäre es, mit den Tieren zu sprechen und ihnen in die Augen zu schauen. Besser, sich seitlich wegdrehen und abwenden, nötigenfalls sich langsam entfernen. Wenn sich die Situation entspannt und beruhigt hat, ist es vielleicht möglich, das Ziel auf der Weide doch noch sicher zu erreichen. Selbstverständlich in gebührendem Abstand zu den Tieren.